Donnerstag, 15. März 2012

Trendsportart nicht gleich Risikosportart

Fun- und Trendsportarten sind, wie schon aus deren Bezeichnung hervorgeht, Sportarten die gerade absolut „In“ sind und sich bei gewissen Gruppen größter Beliebtheit erfreuen. Ganz gleich ob die bereits seit Jahren renommierten Trendsportarten Gleitschirmfliegen, Snowboarden oder Fallschirmspringen oder aber neuere Trendsportarten wie Slacklining, Indoor Skydiving, Basejumping, etc., sie alle haben das Zeug zu begeistern. - Beim bloßen zusehen, als natürlich auch beim selber erleben. gleitschirm_2Allerdings ist auf diesem Feld auch die Unkenntnis, insbesondere bei denen die es nicht selber aktiv ausüben, besonders groß und führt nicht selten zu düsteren Legenden die sich rund um einzelne Fun- und Trendsportarten, ganz gleich ob Gleitschirmfliegen oder Basejumping herum weben... Ein Beispiel gefällig? Viele der so bezeichnetet Trendsportarten die es gibt, gelten als absolute Risikosportarten. Allerdings ist mit Nichten nicht gleich alles eine Risikosportart, was auch als Fun- oder Trendsportart betrieben wird. Es gibt nämlich kleine feine Unterschiede und nicht alles was Spaß macht und/oder trendig ist, muss auch gleich gefährlich sein. Jeder angeblich kausaler Zusammenhang, der von Trendsportarten zu erhöhtem Risiko gezogen wird, ist nichts weiter als grober Unfug. - Meist resultierend aus Unwissenheit, gepaart mit der Tatsache sich gar nicht wirklich mit dem Themenkomplex auseinander gesetzt zu haben, aber trotzdem, seine unqualifizierte Meinung, aus welchen Gründen auch immer, zu verbreiten. Nicht selten hören sich Menschen halt eben einfach selber reden...
Statistiken belegen eindeutig und unmissverständlich, dass Trendsportarten wie Gleitschirmfliegen und Co., keines Wegs ein erhöhtes Gefahrenpotenzial aufweisen.
Anhand des Beispiels Gleitschirmfliegen kann dies deutlichst belegt werden. So gilt das Gleitschirmfliegen ganz offiziell und von nicht mehr zwangsläufig als eine Risikosportart.
Besonders deutlich wird dies mit einem Blick zu den Eidgenossen in unser Nachbarland Schweiz. In der keinen Alpenrepublik wird das Gleitschirmfliegen nämlich von der ganz gewöhnlichen Unfallversicherung abgedeckt, was deutlich zeigt, dass es kein erhöhtes Gefahrenpotenzial gibt beim Gleitschirmfliegen. Denn gerade für Versicherungen ist der Begriff des Gefahrenpotenzial von besonderem Interesse, ist diese doch Grundlage für das berechnen der monatlich zu entrichtenden Police. - Und wenn schon Versicherungen darauf verzichten das Gleitschirmfliegen als erhöhtes Risiko zu werten, dann wohl mit Fug und Recht davon ausgegangen werden, dass dies auch irgend worin begründet liegt.
Beim Gleitschirmfliegen liegen diese Gründe schlicht und ergreifend darin, dass es kaum Unfälle in der jüngeren Vergangenheit beim Gleitschirmfliegen gegeben hat. Dies belegen Statistiken in Form von nackten Zahlen deutlich und somit ist auch das Gefahrenrisiko als gering einzustufen. Eine ganz normale und gemütliche Wanderung in Wald oder Bergen ist statistisch gesehen um einiges gefährlicher als das Gleitschirmfliegen, und keiner würde auf die Idee kommen den sonntäglichen Spaziergang im Wald als besonderes Risiko zu bezeichnen.

Wie beim Gleitschirmfliegen, könnte man an dieser Stelle nun noch viele weitere Beispiele anführen, was aber nicht wirklich zielführend wäre. Was gezeigt werden sollte ist hoffentlich erreicht: Trendsport ist nicht zwangsläufig mit einer Risikosportart gleichzusetzen, wie es von viele vollkommen zu Unrecht oft propagiert wird.

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