Montag, 30. April 2012
Hoch hinaus – aber wie genau
Es gibt so viele Arten, Facetten und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung hoch droben im Himmel, dass es gar nicht so einfach ist da den Überblick wirklich zu behalten. Insbesondere noch unerfahrene in Sachen Luftsport fällt es oft schwer sich für eine Variante des Luftsports zu entscheiden. Zum einen fehlt all zu oft die Orientierung über das was alles möglich ist (und dies ist wirklich einiges) und weiter ist es gemeinhin immer schwer sich für eine Sache zu entscheiden, bei der man nicht genau weiß ob es einem ganz persönlich was taugt und ob sich eine Investition in den gewählten Luftsport auch wirklich auszahlt und lohnt. Schließlich ist auch der finanzielle Aufwand nicht wirklich gering. Wem es nur ums Fliegen geht, der „fliegt“ mit Billig-Airlines definitiv günstiger!
Um Interessierten aber auch allen anderen mal einen Überblick zu verschaffen, was alles möglich ist im Luftsport, habe ich mal alle mir bekannten Varianten des Luftsport und dem was dazu zählt aufgelistet und mit den wesentlichsten Basis-Informationen versehen...
Montag, 16. April 2012
Recherche im Web - Quervergleich ein Muss
Von frühster Kindheit an haben wir gelernt, dass man mit Nichten alles wissen kann geschweige denn muss; - Man muss nur wissen wo die gesuchten Informationen zu finden sind, bzw. wo das gesuchte Wissen verzeichnet ist.
Ist man also gerade auf der Suche nach Informationen, so ist der Weg der dann in aller Regel gegangen wird klar: Entweder man geht ganz oldschool in eine Bibliothek und sucht sich das gesuchte Wissen mühsam zusammen oder aber man nutzt die Möglichkeiten die das Web eröffnet. - Dies ist meist der aller schnellste Weg um sich ein fundiertes Grundlagenwissen anzueignen. Jedoch gilt es, insbesondere bei der Informationssuche im Internet, nicht alles für bare Münze zu halten was dort verzeichnet steht, denn nicht in jedem Fall ist es vollkommen richtig und frei von Fehlern was dort zu lesen ist. Daher sollte man auf jeden Fall auf die zugrunde liegende Quelle achten, an Hand welcher meist schon zu erkennen ist, wie mit der gefundenen Info umgegangen werden sollte. Hierzu ein kurzes Beispiel, welches ich letztens an eigenem Lebe erlebt habe:
Ich befand mich auf der Suche nach Informationen rund um das Ballonfahren, welches mich als Freizeitbeschäftigung schon seit langem interessierte. Jedes mal wenn ich einen Ballon hoch in den Wolken schweben sah, wurde ich daran erinnert, dass ich mich unbedingt einmal näher mit der Materie Ballonfahren auseinandersetzten wollte. Doch wie dem so ist, wenn mal freie Zeit da war, um sich auf die Suche nach Informationen zu begeben, habe ich mein Recherche-Vorhaben auch schon wieder vergessen oder etwas anderes war wichtiger.
Am vergangen Wochenende war es dann endlich soweit – Smartphone sei dank! So lag ich bei strahlendem Sonnenschein im Park und plötzlich tauchte am wolkenlosen Frühlingshimmel gleich ein ganzes Bataillon von Heißluftballons auf. Der Gedanke an mein Recherchevorhaben ließ nicht lange auf sich warten und so machte ich gleich „Nägel mit Köpfen“, packte mein neues Smartphone aus, mit dem ich von überall aus, so Netz vorhanden ist, ins Internet gehen kann, und begab mich auf die Suche nach Informationen rund ums Ballonfahren.
Gibt man in einer Suchmaschine den Begriff Ballonfahren ein, so erhält man in aller Regel erst einmal zahlreiche Anzeigen von Anbietern diverser Luftsportanbieter. Folgt man diesen, so findet man in aller Regel auf den landing-pages der Anbieter schon zahlreiche Infos rund um das Ballonfahren. Und genau hier stehen allzu oft Informationen, die an den Haaren herbei gezogen sind und nur zu dem Zweck dort verzeichnet sind, um das eigene Website-Angebot so zu pushen, dass dieses, so der Begriff des Ballonfahren gegoogelt wird, möglichst weit oben platziert zu sein. Zwar haben die Urheber dieser Seiten scheinbar Ahnung von SEO, doch fundiertes Wissen rund um das Fahren in einem Ballon sucht man dort vergeblich.
Mir dessen bewusst surfte ich also gleich weiter zu dem Wikipedia-Eintrag der mich in der Folge ausreichend über das Ballonfahrenaufklärte.
Zwar ist Wikipedia nicht immer als Informationsquelle zu empfehlen und auch hier ein Hinterfragen sinnvoll, doch das Wiki-Prinzip, das Wissen vieler zu sammeln und Allen zur Verfügung zu stellen, womit auch automatisch ein gewisser Kontrollmechanismus einhergeht, sorgt in den meisten der Fällen dafür, dass die verzeichneten Informationen den Tatsachen entsprechen. Dies gilt zumindest für den entsprechenden Eintrag zum Ballonfahren, wie ein Quervergleich mit anderen Enzyklopädien zeigen sollte.
Dienstag, 3. April 2012
Der Mythos Zeppelin
Als eines der größten jemals gebauten Luftschiffe ging der Zeppelin in die Geschichte ein. Jedoch ist dies nicht das erste woran die meisten Menschen denken wenn die Rede von einem Zeppelin ist. Zu einer noch viel größeren Popularität brachte es der Zeppelin durch ein tragisches Unglück, welches in der Folge die weitere Entwicklung der Luft- und Raumfahrt stark beeinflussen sollte und im Prinzip gleichzeitig das Ende der Luftschifffahrt einläutete.
Der verunglückte Zeppelin galt als ein Prestige- und Propagandaobjekt von Nazi-Deutschland. Als Nachfolger des ersten Zeppelins, der „Graf Zeppelin“, verlieh der von Ludwig Dürr konstruierte Zeppelin dem Gigantismus der Nazis perfekt Ausdruck. Noch nie zuvor wurde ein solch, für die damaligen Zeiten, unglaublich großes Luftschiff erbaut. Die Nazis machten daraus medienwirksam ein neuerliches „Wunder deutscher Ingenieurskunst“, welches die Überlegenheit der Deutschen gegenüber allen anderen Nationen aufzeigen sollte. Um so größer war dann natürlich die Bestürzung über das unverhoffte Unglück des deutschen Prestigeobjektes Zeppelin, der zu Ehren des zweiten, zu jener Zeit regierenden deutschen Reichskanzler zu Hindenburg, nach diesem auf „Hindenburg“ getauft wurde.
Insgesamt hatte der Schiffskörper, welcher aus 36 Ecken zusammengesetzt war, eine Länge von 245 Metern und einen Durchmesser an der breitesten Stelle von 41,2 Metern. Insgesamt brachte dieser gigantische Zeppelin mehr als 215 Tonnen auf die Waage und bot Platz für knapp 100 Personen. Den Passagieren standen jeweils eine Hälfte eines Doppelstockbettes in einer Zwei-Mann-Kabine, ein großzügig gestalteter Speise- sowie ein Gesellschaftsraum zur Verfügung. - Keine Frage, zu damaligen Zeiten setze der Zeppelin nie dagewesene, neue Maßstäbe in Sachen Passagierluftfahrt. Zum Vergleich: Die damaligen Flugzeuge waren für maximal 20 Passagiere ausgelegt und bei weitem nicht so komfortabel, zuverlässig und vermeintlich sicher.
Größtes Problem des Zeppelin war jedoch die Tatsache, dass der Schwellkörper des Schiffes mit dem extrem leicht entzündlichen Wasserstoff befüllt werden musste, was letztendlich dann auch die Katastrophe und den Absturz des Zeppelin verursachte. Zwar war man sich der theoretischen Gefahr, die durch das Verwenden von Wasserstoff zum Befüllen bestand bewusst, doch es mangelte an einer Alternative. Die einzige zu jener Zeit bekannte Alternative stellte Helium dar, doch auf dieses hatten die Amerikaner ein Patent und somit war es europäischen Luftfahrtkonstrukteuren nicht möglich dieses, viel sicherer, weil nicht brennbare Gas zu verwenden.
Es blieb also gar keine andere Wahl als den Zeppelin mit Wasserstoff zu befüllen. Bedenkt man, dass der Zeppelin nahezu 200.000 m³ dieses leicht entflammbaren Edelgases benötigte, um mit den weit über 200 Tonnen Gewicht empor steigen zu können, verwundert es wohl nicht all zu sehr, dass diese fliegende Wasserstoffbombe, auf den Tag genau am 06. Mai 1937, beim Landeanflug auf das US-amerikanische Lakehurst in Flammen aufging und für 36 von insgesamt 97 Personen einen schmerzvollen Tod bedeutete. Die ganz genauen Ursachen sind bis heute noch ungeklärt. Untersuchungen lassen jedoch darauf schließen, dass ein elektrischer Impuls oder Schlag das hochexplosive Wasserstoffgemisch zu der folgenschweren Explosion brachte, welche eine Zensur in der Luftschifffahrt bedeuten sollte. - Fortan setzte man auf die Weiterentwicklung von Flugzeugen und nahm Abstand von Luftschiff und Zeppelin. Erst 60 Jahre nach der Katastrophe von Lakehurst startete erneut ein Zeppelin in die Lüfte. Allerdings technisch weiterentwickelt und nicht mit dem brandgefährlichen Wasserstoff gefüllt.
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