Dienstag, 14. Februar 2012

Was ist eine Montgolfiade?

Wer sich in der Welt des Ballonfahren nicht wirklich auskennt, dem wird der Begriff einer Montgolfiade wohl eher nichts sagen. Wer jedoch bereits, vielleicht auch durch lesen diese Blogs, einen ersten Einblick in die Welt des Ballonfahren gewonnen hat, der kann sich unter Umständen herleiten was der Begriff meint und vor allen Dingen wo dieser doch recht ungewöhnliche Begriff der Montgolfiade seinen Ursprung hat. Kenntnisse der griechischen oder lateinischen Sprache helfen hier, wie sonst so oft, wenn es darum geht ein fremdes Wort herzuleiten, ausnahmsweise einmal nicht weiter!
Doch machen wir es möglichst kurz: Eine Montgolfiade bezeichnet ein Ballonfahr-Festival. Ableiten tut sich das Wort von dem Nachnamen der beiden französischen Brüder „Montgolfier“, welche im Jahr 1783 das aller erste mal ein Ballon in die Luft aufstiegen ließ. In Zeiten von Louis XVI, ein bahnbrechendes und beinahe unwirklich wirkendes Ereignis. Das Suffix „iade“ bezeichnet in Verbindung mit einem Substantiv, was den meisten bekannt sein sollte, ein Ereignis, eine Veranstaltung oder ein Wettbewerb, welche meist wiederkehrend stattfinden. So wie beispielsweise die Olympiade oder Universiade.

Solche Festivals, wo sich alles rund um das Ballonfahren dreht, erfreut sich bei Groß und Klein, Ballonfahrern, solchen die es werden wollen oder auch nur jenen, die Ballons gerne, an den veranstaltetnd und mit der Geschwindigkeit des Windes, dahinfahren sehen, großer Beliebtheit. Und die Besucherzahlen, welche die mittlerweile zahlreich, republik und europaweit, stattfindenden Ballonfahr-Festivals, stagnieren keineswegs, sonder wachsen von Saison zu Saison sogar an. In Zeiten einer hoch technolisierten Welt ist das Ballonfahren für viele wohl so eine Art Erdung und sorgt, beim aktiven Ballonfahren oder auch nur beim Zuschauen, für die dringend benötigte Entspannung und Entschleunigung in unserer sonst so schnelllebig gewordenen Welt.

An meist mehreren aufeinander folgenden Tagen finden diese Ballonfahr-Festivals, vor meist wie gemalt wirkenden Panorama-Landschaften, statt. In dessen Rahmen werden sportliche Wettbewerbe veranstaltet, Möglichkeiten angeboten das Ballonfahren erstmals zu erleben und ein Highlight einer jeden Montgolfiade ist das sogenannte Ballonglühen, was für die Zuschauer ein beeindruckende Schauspiel darstellt (vgl. Foto). Die bekanntesten Montgolfiaden in Deutschland finden in der Regel alljährlich in Bad Homburg, in Münster, in Bielefeld, Düsseldorf sowie im sauerländischen Warstein statt. Sehr beliebt unter Ballonsportlern ist auch die Montgolfiade am, im und um das malerische Tegernsee Tal herum, bei dem bei herrlichem Alpenpanorama dem Ballonfahren gefrönt werden kann. Außerhalb Deutschlands sind die Ballonfahrfestivals im schweizerischen Chateau-d` Oex, Sint-Nikklas in Belgien und nicht zu vergessen die größte Montgolfiade europaweit in Chamblex nahe dem französischen Metz gelegen, die welche zu den herausragendsten und beeindruckendsten Montgolfiaden gehören.



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